Beziehungen
Kommunikation als Schlüssel bei Beziehungsproblemen – ist weniger manchmal mehr?

Es gibt unzählige Beziehungsratgeber. Und doch lassen sich viele Dinge nicht so einfach vermeiden, wenn man tatsächlich in einer Beziehung steckt. Mit sich selbst im Reinen zu sein und die eigenen Bedürfnisse und Wünsche zu erkennen und zu erfüllen, ist ja schon eine Kunst für sich.
Sich dann aber noch komplett auf einen ganz anderen Menschen einzustellen – mit eigenen Gedanken, Auffassungen und Bedürfnissen –, um letztlich ein harmonisches Miteinander zu schaffen, kann wirklich herausfordernd sein.
Kommunikation ist der Schlüssel – aber …
Kommunikation ist wahrlich der Schlüssel. Ich habe ein extrem hohes Kommunikationsbedürfnis, weil ich unbedingt möchte, dass meine emotionalen Bedürfnisse verstanden werden. Trotzdem lässt sich selbst nach vielen Gesprächen für manche Dinge nur schwer eine Lösung finden.
Deshalb möchte ich heute auf zwei Bereiche eingehen, in denen weniger vielleicht mehr sein könnte:
Problem 1: Gedanken an Zukunft und Vergangenheit
Maßnahme: frei von psychologischer Zeit
Seit ich Eckhart Tolle gelesen habe, ist mir mehr als klar, dass unsere Auffassung von Zeit zu einigen Problemen führen kann. Wir bedauern, was in der Vergangenheit passiert ist, und wünschen uns, Dinge ändern zu können – können es aber letztlich nicht.
Zudem richten wir unser Leben auf die Zukunft aus. Wir können bei einer Sache nicht präsent bleiben, weil wir schon währenddessen an die nächste denken, die auf unserer To-do-Liste steht.
Problem 2: Unterschiedliche Kommunikationsstile
Manchmal sprechen Partner unterschiedliche Sprachen. Was für den einen eine wichtige Diskussion ist, kann der andere als Kritik empfinden.
Maßnahme: aktives Zuhören
Bevor wir antworten, sollten wir wirklich verstehen, was der andere sagt. Das bedeutet: ausreden lassen, nachfragen und zusammenfassen.
Fazit
Kommunikation ist und bleibt der Schlüssel – aber manchmal ist es wichtiger, präsent zu sein und zuzuhören, als ständig zu reden.