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Reisen

Kuba-Reise: Wie ich am Strand den Sinn des Lebens fand

Mandy Rauschner

Wir alle kennen es: Arbeit, Arbeit, Arbeit. Lange Sehnsucht nach dem nächsten Urlaub. Ein halbes Jahr fiebern wir auf nichts anderes hin als auf diese zwei Wochen puren Glücks. Zwei Wochen, in denen wir endlich abschalten können und frei sind, das zu tun, was wir wollen. In den letzten Wochen zählen wir förmlich die Tage. Endlich Erleichterung, endlich Freiheit. Und wenn wir zurückkommen, folgt die knallharte Rückkehr in die Realität.


Meine Reise nach Kuba hat mich extrem zum Nachdenken angeregt – insbesondere über eine Frage: Was macht im Leben eigentlich Sinn?

Macht es Sinn, sich etwas Sinnvolles zu suchen und sich mit Effizienz und Produktivität ganz diesem einen Ziel zu widmen? Oder ist es besser, das Leben ruhig anzugehen und jeden Augenblick zu genießen, ohne zwangsläufig etwas zu erschaffen?


Urlaub, Strand und Gelassenheit: ein lang ersehnter, meditationsartiger Zustand

Je länger ich hier bin und einfach nur am Strand liege, desto antriebsloser fühle ich mich. Einfach nur sein. Die Wellen des türkisfarbenen Meeres am fast schneeweißen Karibikstrand genießen. Welle um Welle. Rauschen um Rauschen. Jedes Rauschen führt einen mehr und mehr ins tiefere Selbst: in einen meditationsartigen Zustand.

Ein Zustand, in dem Stress und der Zwang, etwas tun zu müssen, fast undenkbar erscheinen. Nichts muss als Nächstes getan werden. Es gibt keine Sorgen. Keine Arbeit.

Obwohl alle Zeit der Welt da ist, habe ich keine Lust zu lesen, zu schreiben oder mich zu bewegen. Und abgesehen davon, dass es hier fast unmöglich ist, Internet zu bekommen, habe ich auch absolut kein Bedürfnis, mein Handy in die Hand zu nehmen.

In diesem Zustand fragt man sich dann doch: Wozu die ganze Effektivität und Produktivität? Ist das nicht alles Ablenkung von unserem eigentlichen Sein? Warum muss es immer mehr sein? Machen es die Kubaner mit ihrem einfachen Leben vielleicht doch richtiger?

Was macht denn nun Sinn und was nicht?

Das sozialistische System in Kuba: kein Wasser, kein Internet?!

Kuba ist das beste Beispiel, um einen wieder auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen. Es ist wie eine Reise in die DDR, nur mit Kokosnüssen und mit viel Glück auch Bananen.

Niemals hätte ich mir vorstellen können, dass ich im Restaurant kein Wasser bestellen kann, weil es keins gibt. Dass es sogar im Geschäft kein Wasser gibt und man hoffen muss, dass irgendwo noch ein paar letzte 0,5-l-Flaschen zu finden sind.


Schreib mir gern deine Meinung: Was macht für dich Sinn? Wie sieht deine Lösung aus? :)


PS: Falls du dir jetzt Sorgen um deinen bevorstehenden Kuba-Urlaub machst: Bleib ganz ruhig! Wenn du im Westen oder mit einer gebuchten Tour unterwegs bist, wird das meiste spurlos an dir vorbeigehen. Wenn du jedoch ein echter Abenteurer oder eine echte Abenteurerin bist (und Spanisch sprichst), bietet dir der Osten eine wahrlich inspirierende Erfahrung.